Was ist ein Widget? Einfach erklärt mit Beispielen für Websites und Marketing
Was sind Widgets? Die Wetter-Kachel auf dem Smartphone, der Chat-Button auf einer Website oder das Anmeldeformular unter einem Blogartikel sind typische Beispiele dafür. In diesem Artikel erklären wir, wie Widgets funktionieren und wie man sie im Marketing einsetzt.
Was ist ein Widget
Ein Widget ist ein kleines, interaktives Element einer Benutzeroberfläche – eine Art Mini-Anwendung, die eine klar definierte Aufgabe erledigt. Die Widget-Bedeutung lässt sich bereits aus dem Namen ableiten: Der Begriff setzt sich aus den Wörtern „window“ (Fenster) und „gadget“ (praktischer Assistent) zusammen.
Welche konkrete Funktion ein Widget erfüllt, hängt vom jeweiligen Kontext ab. Es kann Informationen anzeigen, eine Aktion auslösen, Daten abfragen oder den Nutzer zum nächsten Schritt führen. Wichtig ist dabei, dass ein Widget genau eine Aufgabe erfüllt und diese direkt sowie ohne Umwege ausführt.
Widgets sind besonders auf Smartphones weit verbreitet: Wetter auf dem Sperrbildschirm, Kalender auf dem Startbildschirm, Uhr, Musiksteuerung oder aktuelle Nachrichten. All dies sind typische Widget-Beispiele. Sie zeigen Informationen in Echtzeit an, ohne dass der Nutzer dafür eine App öffnen muss.
Auf einer Website funktioniert das Prinzip ähnlich. Dort warten Widgets in anderer Form auf uns: als Live-Chat, Kontaktformular, Rückruf-Button, Preisrechner, Bewertungsanzeige oder Quiz – ein kurzer Fragebogen, der dem Nutzer bei der Lösung seines Anliegens hilft und im Gegenzug Ihre Kontaktdaten erfasst. Widgets sind fest in die Webseite integriert, funktionieren jedoch unabhängig vom übrigen Inhalt und erfüllen jeweils eine klar definierte Aufgabe.
💡 Widget einfach erklärt: Ein Widget ist ein kleines Interface-Element mit einer klar definierten Aufgabe, die es direkt und ohne Umwege erfüllt. Auf dem Smartphone bedeutet das: aktuelle Informationen auf einen Blick, ohne eine App öffnen zu müssen. Auf einer Website: Der nächste Schritt für den Besucher ist sofort erreichbar, sei es eine Frage, eine Anfrage oder ein Preisrechner. So sieht die Widget-Definition in der Praxis aus.

Das Kontakt-Quiz auf der Startseite ist ein Widget
Wie funktioniert ein Widget
Ein Widget funktioniert nie isoliert. Es ist stets mit einer App, einer Website oder einem externen Dienst verbunden und zeigt genau den Ausschnitt, den der Nutzer in diesem Moment benötigt. Nicht die gesamte Oberfläche, sondern nur das Wesentliche.
Auf dem Smartphone läuft ein Widget im Hintergrund als kompaktes Fenster : Es ruft Daten ab, aktualisiert diese automatisch und zeigt das Ergebnis direkt auf dem Start- oder Sperrbildschirm an, ohne dass eine App geöffnet werden muss.
Auf einer Website ist das Funktionsprinzip ähnlich, nur die Interaktionsmethode unterscheidet sich. Dort wird ein Widget in der Regel über einen Code-Schnipsel, ein Skript, ein CMS-Modul oder einen fertigen Drittanbieterdienst integriert. Nach der Integration funktioniert es autonom und unabhängig vom übrigen Inhalt der Seite.
Beide Varianten haben gemeinsam, dass das Widget genau eine Aufgabe erfüllt. Dies ist kein Zufall, sondern ein Prinzip. Je klarer seine Funktion, desto nützlicher ist das Widget für den Nutzer.
App, Plugin oder Widget: Was ist der Unterschied?
Die drei Begriffe tauchen im digitalen Alltag oft nebeneinander auf und werden ebenso häufig miteinander verwechselt. Die wichtigsten Unterschiede zwischen Widget, App und Plugin sind folgende:
- Eine App ist eine vollständige Anwendung mit eigenem Interface und einem umfassenden Funktionsumfang. Sie wird geöffnet, genutzt und wieder geschlossen. Der Nutzer interagiert aktiv mit ihr.
- Ein Plugin ist eine Erweiterung, die einem System, einer Website oder einer Anwendung neue Funktionen hinzufügt. Es läuft oft im Hintergrund, ohne dass der Nutzer es direkt sieht oder damit interagiert. Für Entwickler und Redakteure ist es sichtbar, für Website-Besucher hingegen meist nicht.
- Ein Widget dagegen ist stets sichtbar und direkt zugänglich. Es wartet nicht darauf, geöffnet zu werden. Es ist bereits vorhanden und erfüllt seinen Zweck direkt dort, wo sich der Nutzer befindet.
Diese Unterscheidung ist insbesondere für Marketer relevant: Technisch gesehen kann ein Plugin im Hintergrund laufen und beispielsweise Tracking-Daten übermitteln, ohne dass es jemand bemerkt. Ein Widget hingegen beeinflusst aktiv das Nutzerverhalten. Es ist ein Element, das der Besucher sieht, anklickt oder ausfüllt.
📌 Kurz gesagt: Eine App ist der Raum, ein Plugin ist die dahinterliegende Infrastruktur, und ein Widget ist die Tür, durch die der Nutzer direkt interagiert.
Wo werden Widgets eingesetzt
Wir begegnen Widgets täglich, oft ohne es zu bemerken. Immer wenn ein Nutzer schnell auf Informationen zugreifen oder eine Aktion ausführen möchte, ist ein Widget die naheliegende Lösung.
Widgets auf dem Smartphone
Der klassische Platz für mobile Widgets ist der Startbildschirm. Wetter, Kalender, Musik, Notizen und aktuelle Nachrichten – all das lässt sich direkt auf dem Homescreen anzeigen, ohne dass eine App geöffnet werden muss. Widgets liefern Aktualisierungen in Echtzeit und machen die Nutzung des Smartphones schneller und intuitiver. Gleichzeitig kann man damit den Startbildschirm individuell anpassen. Für den einen sind aktuelle Wetterdaten wichtig, für den anderen Wechselkurse oder die To-do-Liste.

Auf dem Bildschirm sehen wir ein Uhr- und Wetter-Widget sowie darüber ein Widget für die schnelle Google-Suche
Widgets auf Websites
Website-Widgets haben eine ähnliche Logik, nur mit anderem Fokus: Sie verkürzen den Weg zur gewünschten Aktion. Anstatt Nutzer durch mehrere Seiten zu führen, bringt ein Widget die wichtigste Funktion direkt dorthin, wo er sich gerade befindet. Live-Chat, Rückruf-Button, Newsletter-Anmeldung, Preisrechner, Bewertungsanzeige, Pop-up, Quiz – jedes dieser Elemente spart dem Besucher Zeit und einen Klick.

Eine Anwaltskanzlei hat auf ihrer Startseite ein Kontakt-Widget integriert, damit Besucher ihr Anliegen direkt schildern können
Widgets in Marketing und Sales
Im Marketing werden Widgets für vielfältige Ziele eingesetzt. Je nach Ziel und Position innerhalb des Funnels kann das passende Widget die nächsten Schritte des Besuchers präzise steuern.
- Kontaktdaten sammeln – Ein Newsletter-Anmeldeformular oder ein Anfrageformular ermöglichen die Erfassung von Namen, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern, ohne dass der Nutzer auf eine separate Seite wechseln muss.
- Zielgruppe segmentieren – Ein Quiz oder ein kurzes Auswahlformular („Welches Produkt passt zu mir?“ oder „Über welches monatliche Budget verfügen Sie?“) hilft dabei, Besucher nach Bedürfnissen, Interesse oder Kaufbereitschaft zu kategorisieren.
- Kalten Traffic aufwärmen – Pop-ups mit einem relevanten Angebot, ein Countdown-Timer für eine laufende Aktion oder ein Chatbot, der gezielt bestimmte Nutzer anspricht – all dies bringt Besucher dazu, zu interagieren, bevor sie die Website verlassen.
- Nutzer aktiv einbinden – Quizze, interaktive Rechner oder Spielelemente erhöhen die Verweildauer auf der Seite und machen aus passiven Besuchern aktive Teilnehmer.
- Kaufprozess vereinfachen – Ein Ticket-Widget direkt neben dem Veranstaltungstitel, ein Preisrechner auf der Preisseite oder ein Rückruf-Button auf der Produktseite: Widgets verkürzen den Weg zur Kaufentscheidung.

Neben jedem Konzerttitel befindet sich ein Widget zum Ticketkauf
Interessant dabei: Ein Quiz ist von Natur aus ein vielseitiges Marketing-Tool. Es kann alle zuvor genannten Aufgaben erfüllen: Kontakte sammeln, Besucher segmentieren, Traffic aufwärmen und Nutzer aktiv einbinden. Passen Sie Thema, Logik und Formulierung der Fragen an Ihre Zielgruppe an. Probieren Sie es jetzt kostenlos aus.
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Arten von Widgets
Je nach Aufgabe, Plattform und Einsatzzweck gibt es zahlreiche verschiedene Arten von Widgets. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Typen. Welche davon für Sie sinnvoll sind, hängt davon ab, was Sie mit Ihrer Website oder App erreichen möchten.
Informations-Widgets
Diese Widgets erfüllen eine klare Aufgabe: aktuelle Daten anzuzeigen, ohne dass der Nutzer danach suchen muss. Wetter, Kalender, Nachrichten, Verfügbarkeit, Preise, Statusmeldungen – all diese Informationen lassen sich kompakt und in Echtzeit darstellen. Der Nutzer erhält die benötigten Informationen auf einen Blick und kann sofort weitermachen.

Das Karten-Widget mit Geolokalisierung hilft dabei, die nächstgelegene Bankfiliale zu finden
Interaktions-Widgets
Hier steht nicht die Information, sondern der erste Schritt zur Kontaktaufnahme im Mittelpunkt. Live-Chat, Rückruf-Button, Bewertungsformular, kurze Umfrage – jedes davon senkt die Hürde für eine Handlung. Anstatt eine E-Mail zu schreiben oder nach einer Telefonnummer zu suchen, genügt ein Klick – und der Kontakt ist hergestellt.
Leadgenerierungs-Widgets
Diese Widgets dienen gezielt dazu, Kontaktdaten zu erfassen oder Besucher für den nächsten Schritt im Funnel zu qualifizieren. Zu den klassischen Beispielen gehören Kontaktformulare, Newsletter-Anmeldungen, Preisrechner, Quizze oder Pop-ups mit einem konkreten Angebot. Mit dem Quiz-Builder von Marquiz können Sie ein Quiz schnell erstellen und nutzen. Es lässt sich ohne Programmierkenntnisse direkt als Widget in Ihre Website integrieren.
Social-Proof-Widgets
Vertrauen entsteht nicht allein durch Worte. Bewertungen, Sternebewertungen, Kommentare, Social-Media-Feeds oder eine eingebettete Karte mit echten Standortbewertungen zeigen potenziellen Kunden, dass andere bereits positive Erfahrungen gemacht haben. Das ist oft der entscheidende Impuls kurz vor der Kaufentscheidung.

Ein Widget mit Bewertungen und Rezensionen auf der Startseite schafft Vertrauen bei den Besuchern
Conversion-Widgets
Conversion-Widgets fordern den Nutzer zur Handlung auf: Countdown-Timer für aktuelle Angebote, Sticky Buttons, die beim Scrollen sichtbar bleiben, Produktempfehlungen oder ein Banner mit einem zeitlich begrenzten Angebot. All dies motiviert Nutzer, den nächsten Schritt zu machen und einen Kauf abzuschließen.
Ein Anbieter von Schallschutzlösungen nutzte einen Quiz-Funnel in Kombination mit einem Rabatt-Countdown-Widget. Der Rabatt verringerte sich schrittweise, um den Nutzer zu einem schnellen Abschluss zu motivieren. Die Conversion Rate lag am Ende bei 25 %.
Warum sind Widgets für Marketing wichtig
Jeder Besucher, der eine Website verlässt, ohne etwas zu tun, ist eine verpasste Chance. Widgets lösen genau dieses Problem: Sie bringen die wichtigste Handlung direkt dorthin, wo sich der Nutzer gerade befindet. Kein Suchen, kein Scrollen, keine separate Seite.
Ein Quiz qualifiziert den Besucher und liefert sofort eine passende Empfehlung. Ein Rückruf-Button sichert den heißen Lead, bevor dieser zur Konkurrenz wechselt. Ein Newsletter-Widget sammelt Kontaktdaten von Personen, die noch nicht gekauft haben, aber möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt dazu bereit sind.
Praxisbeispiel: Eine Psychologin wollte neue Kundinnen gewinnen, ohne dabei aufdringlich zu wirken. In einem Quiz stellte sie neun Fragen zu persönlichen Herausforderungen und bot am Ende ein kostenloses 15-minütiges Kennenlerngespräch an. Das Ergebnis nach zwei Wochen: 179 Aufrufe, 29 Anfragen – eine Conversion Rate von über 16 %. Kein Verkaufsdruck, sondern lediglich die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt.
Das ist besonders wichtig für Besucher, die sich noch in der Orientierungsphase befinden. Sie benötigen keinen unmittelbaren Kaufimpuls, sondern einen einfachen ersten Schritt: eine Frage stellen, einen Leitfaden herunterladen oder eigene Bedürfnisse identifizieren lassen. Genau das ermöglichen Widgets. Anonymer Traffic wandelt sich allmählich in konkrete Kontakte.
Für Marketer bedeutet das: weniger verlorene Besucher und mehr Ansatzpunkte für die weitere Kommunikation. Wer frühzeitig im Prozess mit dem Nutzer interagiert, hat später mehr Möglichkeiten, ihn zu einer Kaufentscheidung zu führen.

Das Widget auf der Website leitet den Besucher auf die Quiz-Seite mit personalisierten Empfehlungen weiter
Wie wählt man das richtige Widget für eine Website
Die Wahl des richtigen Widgets bedeutet nicht, das beliebteste oder technisch komplexeste Widget auszuwählen. Entscheidend ist vielmehr, dass es zur aktuellen Situation des Besuchers und zum Ziel der jeweiligen Seite passt. Die folgende kurze Checkliste kann Ihnen dabei helfen.
Schritt 1: Ziel definieren
Was soll der Besucher als Nächstes tun? Eine Anfrage stellen, eine Beratung anfordern, den Newsletter abonnieren, einen Kauf tätigen oder einfach auf der Website bleiben? Das gewünschte Ziel bestimmt die Art des Widgets.
Ein Anbieter von Online-HR-Kursen wollte die Zahl der Anmeldungen in Indien und den USA steigern. Anstelle klassischer Werbung nutzte das Team ein Quiz-Widget mit 8 Fragen zu Karrierestufe, Interessen und Zielen. Wer diese Fragen beantwortet hat, hat am Ende einen personalisierten HR-Karriereplan erhalten. Innerhalb von drei Monaten wurden mehr als 700 Leads mit einer Conversion Rate von knapp 36 % generiert.
Schritt 2: Position im Funnel berücksichtigen
Ein neuer Besucher benötigt etwas anderes als ein warmer Lead oder ein Bestandskunde. Wer zum ersten Mal auf der Seite ist, lässt sich mit einem Quiz oder einem informativen Rechner abholen. Wer schon konkret interessiert ist, reagiert eher auf ein Kontaktformular oder einen Rückruf-Button.
Schritt 3: Platzierung bewusst wählen
Die Platzierung eines Widgets auf einer Seite ist genauso wichtig wie die Wahl des Widgets. Ein Widget im oberen Bereich der Seite spricht Besucher an, die mit der Website noch nicht vertraut sind. Weiter unten, nach erklärenden Inhalten, wirkt ein direkter Call-to-Action oft besser. Auch die Zielgruppe und der Kontext der Seite spielen eine Rolle: Was auf einer Produktseite funktioniert, kann in einem Blogartikel vielleicht unpassend sein.
Schritt 4: Nicht zu viele Widgets gleichzeitig
Mehrere Widgets auf demselben Bildschirm konkurrieren um Aufmerksamkeit und können sich gegenseitig abschwächen. In der Praxis hat es sich bewährt: Ein Widget pro Bildschirmbereich, maximal zwei. Jedes Widget ist ein Call-to-Action, und je mehr davon gleichzeitig sichtbar sind, desto niedriger ist in der Regel die Conversion Rate jedes einzelnen Widgets.

Auf der Startseite von Lufthansa befindet sich ein Widget zum Suchen und Kaufen von Flugtickets
Schritt 5: Mobile Version prüfen
Ein Widget, das auf dem Desktop gut aussieht, kann auf dem Smartphone Inhalte verdecken oder schwer zu bedienen sein. Berücksichtigen Sie daher immer die mobile Ansicht.
Schritt 6: Datenschutz gewährleisten
Wer über ein Widget Kontaktdaten erfasst, muss die Anforderungen der DSGVO berücksichtigen. Dazu gehören eine transparente Einwilligung, klare Datenschutzhinweise und eine sichere Verarbeitung der erhobenen Daten.
Wo und wie platziert man ein Widget auf einer Website
Drei Faktoren helfen dabei, die richtige Entscheidung zu treffen: die Größe und Position des Widgets auf der Seite, die Zielgruppe und ihre Bedürfnisse sowie der Kontext der jeweiligen Seite.
Um dies besser beurteilen zu können, empfiehlt es sich, das Nutzerverhalten auf der Website zu analysieren. Tools wie Google Analytics, Hotjar oder Microsoft Clarity zeigen, welche Seiten am häufigsten besucht werden, an welchen Stellen Nutzer abspringen und welche Bereiche der Seite die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Zu den gängigsten Platzierungen gehören:
- Startseite – Hier haben die meisten Besucher ihren ersten Kontakt mit der Website. Ein Widget, das sofort den Mehrwert vermittelt oder zur ersten Interaktion einlädt, kann einen entscheidenden Unterschied machen.
- Produktseiten – Ein Widget, das die Entscheidungsfindung unterstützt (z. B. ein Konfigurator oder ein Quiz zur Produktauswahl), hilft Nutzern genau im richtigen Moment weiter.
- Dienstleistungsseiten – Wer Services anbietet, kann mit einem Kontaktformular oder Rückruf-Widget direkt auf der Beschreibungsseite die Hemmschwelle zur Anfrage senken.
Ein Widget wirkt nur dann, wenn es zur Seite, zur Zielgruppe und zum jeweiligen Zeitpunkt passt. Wenn man es einfach irgendwo platziert, geht der Effekt verloren.

Lidl platziert Empfehlungs- und Rabatt-Widgets im unteren Bereich der Produktseiten
Widget-Beispiele für Marketing
Kommen wir nun von der Theorie zu konkreten Beispielen. Im Folgenden stellen wir Ihnen sieben Widget-Typen vor, die im Marketing besonders häufig eingesetzt werden. Zu jedem Widget erfahren Sie kurz, welchen Zweck es erfüllt, wo es typischerweise eingesetzt wird und anhand welcher Kennzahlen sein Erfolg gemessen werden kann.
| Typ | Aufgabe | Platzierung | KPI |
| Quiz-Widget | Besuchern dabei helfen, das passende Produkt oder die passende Dienstleistung zu finden, indem Informationen über ihre Bedürfnisse erfasst werden | Startseite, Produktseite oder Kategorieseite | Abschlussrate des Quiz, Anzahl der generierten Leads, Conversion Rate aus Anfragen |
| Rückruf-Widget | Heiße Leads direkt abholen – also Besucher, die konkret interessiert sind und am liebsten sofort gesprochen werden möchten | Produktseiten, Preisseite, Kontaktseite | Anzahl der Rückrufanfragen, Conversion Rate, Reaktionszeit des Teams |
| Chat-Widget | Fragen in Echtzeit beantworten und Besucher durch den Entscheidungsprozess begleiten | Auf allen wichtigen Seiten, insbesondere dort, wo Besucher erfahrungsgemäß abspringen | Anzahl der gestarteten Chats, Conversion Rate aus Chat-Gesprächen, Kundenzufriedenheit |
| Newsletter-Widget | E-Mail-Adressen von Besuchern sammeln, die noch nicht zum Kauf bereit sind, um sie später anzusprechen und schrittweise an das Angebot heranzuführen | Blogartikel, Startseite, nach informativen Inhalten | Anzahl neuer Abonnenten, Öffnungsrate der Follow-up-E-Mails |
| Bewertungs-Widget | Vertrauen aufbauen, indem echte Kundenbewertungen direkt auf der Seite angezeigt werden | Produktseiten, Landingpages, Startseite | Einfluss auf die Conversion Rate der Seite, Anzahl der gesammelten Bewertungen |
| Countdown-Timer | Zeitlich begrenzten Angeboten oder Aktionen mehr Dringlichkeit verleihen | Landingpages, Aktionsseiten, im Header | Conversion Rate während der Aktion im Vergleich zum regulären Zeitraum |
| Rechner | Komplexe Dienstleistungen greifbar machen – Besucher geben ihre individuellen Angaben ein und erhalten sofort eine Einschätzung | Dienstleistungsseiten, Landingpages für Angebote, die einer Erläuterung bedürfen | Anzahl der Berechnungen, Conversion Rate vom Rechner zur Anfrage |
Wie lässt sich die Wirksamkeit eines Widgets messen?
Die Einbindung eines Widgets ist nur der erste Schritt. Doch woran erkennt man, ob es tatsächlich einen Mehrwert schafft? Die Anzahl der Klicks allein reicht dafür nicht aus. Entscheidend ist, ob das Widget einen Beitrag zu den Geschäftszielen leistet: mehr Anfragen, mehr Abschlüsse, bessere Leads.
Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen:
| Impressionen / Aufrufe | Wie viele Nutzer das Widget überhaupt gesehen haben |
| Interaktionsrate | Wie viele davon damit interagiert haben |
| Klickrate | Wie viele nach der Interaktion weitergeklickt haben |
| Conversion Rate | Wie viele eine Zielaktion (Anfrage, Anruf, Kauf) ausgeführt haben |
| Leads | Absolute Anzahl der generierten Kontakte |
| Cost per Lead | Wie viel jeder Lead im Verhältnis zum eingesetzten Aufwand kostet |
| Verweildauer auf der Seite | Ob das Widget die Verweildauer beeinflusst |
| Absprungrate | Ob Besucher die Seite nach der Interaktion mit dem Widget verlassen oder bleiben |
| Assisted Conversions | Ob das Widget Teil eines längeren Entscheidungsprozesses war, auch wenn es nicht der letzte Klick war |
| Lead-Qualität | Ob die generierten Kontakte tatsächlich für das Angebot relevant sind |
Darüber hinaus ist es wichtig, die Analyse regelmäßig zu wiederholen und verschiedene Varianten miteinander zu vergleichen. Mithilfe von A/B-Tests lässt sich feststellen, welche Formulierung, welches Design oder welche Platzierung die besten Ergebnisse erzielt. Ein Widget, das heute gut funktioniert, kann durch eine kleine Anpassung morgen noch bessere Ergebnisse erzielen.
FAQ
Was ist ein Widget, einfach ausgedrückt?
Ein Widget ist ein kleines, interaktives Element einer Benutzeroberfläche. Es zeigt Informationen an oder hilft dabei, eine Aktion auszuführen – direkt dort, wo sich der Nutzer gerade befindet, ohne Umwege.
Was ist der Unterschied zwischen einer App und einem Widget?
Eine App ist ein vollständiges Programm mit eigenem Interface und vielen Funktionen. Ein Widget ist deutlich kompakter: Es nutzt einen Teil der Funktionen einer App oder Website und macht diese direkt zugänglich, ohne dass die App geöffnet werden muss.
Sind Widgets nur für Smartphones gedacht?
Nein. Widgets kommen auf Smartphones, Computern, Websites, in Apps sowie in den Benutzeroberflächen verschiedener Dienste zum Einsatz.
Welche Widgets eignen sich für Marketing?
Folgende haben sich als besonders effektiv erwiesen: Quizze, Kontaktformulare, Chat, Rückruf-Button, Newsletter-Anmeldung, Rechner, Bewertungs-Widgets und Countdown-Timer. Welcher Widget-Typ am besten geeignet ist, hängt vom Ziel und der jeweiligen Phase im Funnel ab.
Können zu viele Widgets die Conversion senken?
Ja. Wenn mehrere Widgets gleichzeitig um Aufmerksamkeit konkurrieren, den Lesefluss stören oder mehrere CTAs auf einmal anzeigen, leidet die Nutzererfahrung, und die Conversion Rate jedes einzelnen Widgets sinkt. Weniger, dafür übersichtlicher angeordnete Widgets führen in der Regel zu besseren Ergebnissen.
